
Undenheim bekommt acht weitere Windkraftanlagen. Eigentlich ist das gut. Alternative Energieträger machen uns unabhängig von Gas oder Öl und schonen das Klima. Dennoch hat sich die SPD kritisch zu den Plänen geäußert.
Wir meinen, das Verfahren hätte transparenter sein müssen. Vor allem ein Entwickler hat uns vor vollendete Tatsachen gestellt und den Rat sehr spät informiert. So schafft man keine Akzeptanz bei den Anwohnern. Auch werden einige Windräder bis zu 900 Metern an die ersten Häuser heranrücken. Damit ignorieren die Entwickler ein Votum des Gemeinderats. Dieser hatte sich auf Antrag der SPD-Fraktion einstimmig für die Einhaltung eines Mindestabstands von 1.100 Metern ausgesprochen.
Zudem werden zwei Anlagen auf sogenannten Weißflächen gebaut. Diese sind nicht vorrangig für Windräder ausgewiesen, können aber unter bestimmten Bedingungen dennoch dafür genutzt werden. Die SPD vertritt den Standpunkt, dass man darauf hätte verzichten sollen, da Undenheim bei der Windkraft schon weit über dem Soll liegt: 2 Prozent seiner Fläche soll das Land für Windräder reservieren; in Undenheim liegt dieser Anteil nach den jetzigen Plänen bei über 20 Prozent.
Die geplanten Windräder werden Undenheim einkreisen. Damit ist die weitere Entwicklung unseres Ortes stark eingeschränkt. Da die Abstände zu den Anlagen festgeschrieben sind, ist der Raum für neue Wohngebiete minimiert. In der Folge gilt es nun, den Entwicklern genau auf die Finger zu schauen und darauf zu achten, dass im Betrieb die Grenzwerte bei Schall sowie Schattenwurf penibel eingehalten werden. Die SPD wird sich im Rat dafür einsetzen, alle rechtliche Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Belastung unserer Gemeinschaft so gering wie notwendig zu halten.

