Nachrichten zum Thema Ortsverein
24.03.2026 in Ortsverein
Treue Mitglieder geehrt
Für 40 Jahre Zugehörigkeit zur SPD wurde Stefan Klein geehrt. Stefan ist seit dem 1. August 1986 Mitglied der SPD. Das ist umso bemerkenswerter, als Stefan in einem CDU-Haushalt aufgewachsen ist. Nach seinem Studium zog er nach Friesenheim und war dort zwei Legislaturperioden im Gemeinderat tätig. Als Peter Kurzmaier den Ortsverein verlassen hatte, übernahm Stefan den Vorsitz bis zur Fusion der Ortsvereine Friesenheim und Undenheim.
Ebenfalls für 40 Jahre Zugehörigkeit zur SPD wurde Karl-Wilhelm Schwamb ausgezeichnet. Hans-Ludwig ist am 1. Januar 1986 Mitglied der SPD geworden.
Für 10 Jahre Mitgliedschaft in der SPD wurde Annika Kopf geehrt. Annika ist am 1. Mai 2016 der Partei beigetreten und seitdem treues Mitglied. Annika kandidierte 2014 für den Gemeinderat.
24.03.2026 in Ortsverein
Neuer Vorstand gewählt
Die SPD Undenheim hat einen neuen Vorstand. Peter Dietz bleibt Vorsitzender. Zu seinen Stellvertreterinnen wurden Petra Kopf und Sandra Finger gewählt. Thomas Schreiber ist für die Kasse zuständig und Bettina Kröhler bleibt Schriftführerin. Als Beisitzer gehören dem Vorstand folgende Personen an: Carla Oehl, Ganimete Distelhut, Michael Distelhut, Rudolf Rittscher, Wilfried Rumpf und Rainer Lerch.
Carla und Rudolf sind neu in den Vorstand gewählt worden, Sandra hat Rainer in der Position der Stellvertretung abgelöst. Alle Kandidatinnen und Kandidaten wurden am 17. März 2026 mit überwältigender Mehrheit von den Mitgliedern des Ortsvereins gewählt.
08.05.2024 in Ortsverein
Stolpersteine Undenheim
Lina Baum, deportiert und ermordet. Irene Baum, deportiert und ermordet. Margot Baum, deportiert und ermordet. Julius Baum, deportiert und ermordet. Helena Göttelmann, ermordet am 28. November 1944, Christina Neder, ermordet am 15. Mai 1941.
Sechs Namen, ein Schicksal: von den Nazis ermordet. Alle sechs Menschen lebten in Undenheim. In der Staatsrat Schwamb-Straße, in der Storchengasse, am freien Platz. Doch die dörfliche Gemeinschaft der 1930er und 1940er Jahre schützte sie nicht vor Diskriminierung und Hass, vor Deportation und Verschleppung, nicht vor der Ermordung.

Daran erinnern sechs Stolpersteine in Undenheim. Christina Neder war 37 Jahre alt, als sie von den Nazis in die Heilanstalt Alzey eingewiesen wurde. Drei Jahre später wurde sie nach Hadamar gebracht. In der Tötungsanstalt wurde sie am 15. Mai 1941 ermordet. Zweieinhalb Jahre später musste dort auch Helena Göttelmann sterben - im Alter von 39. Beide Frauen hatten eine Krankheit. Für die Nazis Grund genug, sie deshalb - wie 200.000 andere Menschen auch - zu ermorden.
Margot Baum war 18 Jahre alt, als sie zusammen mit ihrer Schwester Irene, ihrem Vater Julius und ihrer Mutter Lina am 25. März 1942 verschleppt wurde. Mit einem Zug wurde die Familie gemeinsam mit mehr als 1.000 anderen Menschen jüdischen Glaubens von Mainz über Darmstadt nach Polen gebracht. Sie durften nur einen Koffer oder einen Rucksack mitnehmen. Um den Hals mussten sie sich ein Schild mit Namen, Geburtsdatum und ihrer Kenn-Nummer hängen.
Ziel der Deportation war das 1.300 Kilometer von Undenheim entfernte Ghetto Piaski bei Lublin. In dem Lager herrschten unmenschliche Zustände. Hunger, Krankheiten und Zwangsarbeit forderten viele Todesopfer. Die Menschen, die die Tortur überlebten, wurden später in Vernichtungslagern wie Majdanek und Sobibor ermordet.
Wann, wo und wie die Undenheimer Familie Baum von den Nazis ermordet wurde, ist nicht bekannt. Alle vier Namen stehen auf der Liste der ermordeten Juden, die vom internationalen Institut für Holocaust-Forschung Yad Vashem geführt wird. Insgesamt ermordeten die Nazis etwa sechs Millionen Menschen jüdischen Glaubens.

Geplant wurde der beispiellose Massenmord von führenden Nationalsozialisten und Staatsbeamten bei einer geheimen Besprechung am 20. Januar 1942 in einer Villa am Großen Wannsee in Berlin. Nicht weit von eben dieser Villa am Wannsee trafen sich im November 2023 Rechtsradikale und Nationalkonservative, um über die „Remigration“ von Menschen mit einer Migrationsbiografie zu sprechen. Dabei bedeutet „Remigration“ nichts anderes als Deportation.
Ein trauriger Grund mehr, sich an Lina Baum, Irene Baum, Margot Baum, Julius Baum, Helena Göttelmann und Christina Neder zu erinnern. Die SPD in Undenheim hat dies getan, indem sie die sechs Stolpersteine im Ort vom Schmutz befreit haben.
30.05.2023 in Ortsverein
Resolution der SPD Undenheim für eine faire Auslegung des Gaststättengesetzes
16.11.2020 in Ortsverein
Gedenken an die Opfer des Nazi-Regimes
Am Volkstrauertag erinnern wir uns der Kriegstoten und weltweiten Opfer aller Gewaltherrschaften. In Gedenken insbesondere an die Opfer des Nazi-Regimes legte Christa Möller an der Gedenkstätte von Widerstandskämpfer Staatsrat Ludwig Schwamb stellvertretend für die SPD Undenheim und dieses Jahr ohne weiteres öffentliches Publikum, ein Gesteck nieder.

"Wir gedenken heute auch derer, die bei uns durch Hass und Gewalt Opfer geworden sind. Wir gedenken der Opfer von Terrorismus und Extremismus, Antisemitismus und Rassismus in unserem Land."
"Wir trauern mit allen, die Leid tragen um die Toten, und teilen ihren Schmerz."
"Aber unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern, und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt."
(Aus dem Totengedenken 2020, Bundespräsident Walter Steinmeier)
Termine
Darunter finden Sie alle Gemeinderats- und Ausschusssitzungen
29. Dezember 2024, ab 16 Uhr
Adventshütte der SPD
Georg-Wiegand-Will Platz, Undenheim
25. Januar 2025, 16 Uhr
Vortrag zum Leben des Widerstandskämpfers Ludwig Schwamb
Goldbach-Halle Undenheim

