24.03.2026 in Topartikel Ortsverein
Neuer Vorstand gewählt
Die SPD Undenheim hat einen neuen Vorstand. Peter Dietz bleibt Vorsitzender. Zu seinen Stellvertreterinnen wurden Petra Kopf und Sandra Finger gewählt. Thomas Schreiber ist für die Kasse zuständig und Bettina Kröhler bleibt Schriftführerin. Als Beisitzer gehören dem Vorstand folgende Personen an: Carla Oehl, Ganimete Distelhut, Michael Distelhut, Rudolf Rittscher, Wilfried Rumpf und Rainer Lerch.
Carla und Rudolf sind neu in den Vorstand gewählt worden, Sandra hat Rainer in der Position der Stellvertretung abgelöst. Alle Kandidatinnen und Kandidaten wurden am 17. März 2026 mit überwältigender Mehrheit von den Mitgliedern des Ortsvereins gewählt.
24.03.2026 in Ortsverein
Treue Mitglieder geehrt
Für 40 Jahre Zugehörigkeit zur SPD wurde Stefan Klein geehrt. Stefan ist seit dem 1. August 1986 Mitglied der SPD. Das ist umso bemerkenswerter, als Stefan in einem CDU-Haushalt aufgewachsen ist. Nach seinem Studium zog er nach Friesenheim und war dort zwei Legislaturperioden im Gemeinderat tätig. Als Peter Kurzmaier den Ortsverein verlassen hatte, übernahm Stefan den Vorsitz bis zur Fusion der Ortsvereine Friesenheim und Undenheim.
Ebenfalls für 40 Jahre Zugehörigkeit zur SPD wurde Karl-Wilhelm Schwamb ausgezeichnet. Hans-Ludwig ist am 1. Januar 1986 Mitglied der SPD geworden.
Für 10 Jahre Mitgliedschaft in der SPD wurde Annika Kopf geehrt. Annika ist am 1. Mai 2016 der Partei beigetreten und seitdem treues Mitglied. Annika kandidierte 2014 für den Gemeinderat.
25.02.2026 in Fraktion
Neue Windräder für Undenheim
Undenheim bekommt acht weitere Windkraftanlagen. Eigentlich ist das gut. Alternative Energieträger machen uns unabhängig von Gas oder Öl und schonen das Klima. Dennoch hat sich die SPD kritisch zu den Plänen geäußert.
Wir meinen, das Verfahren hätte transparenter sein müssen. Vor allem ein Entwickler hat uns vor vollendete Tatsachen gestellt und den Rat sehr spät informiert. So schafft man keine Akzeptanz bei den Anwohnern. Auch werden einige Windräder bis zu 900 Metern an die ersten Häuser heranrücken. Damit ignorieren die Entwickler ein Votum des Gemeinderats. Dieser hatte sich auf Antrag der SPD-Fraktion einstimmig für die Einhaltung eines Mindestabstands von 1.100 Metern ausgesprochen.
Zudem werden zwei Anlagen auf sogenannten Weißflächen gebaut. Diese sind nicht vorrangig für Windräder ausgewiesen, können aber unter bestimmten Bedingungen dennoch dafür genutzt werden. Die SPD vertritt den Standpunkt, dass man darauf hätte verzichten sollen, da Undenheim bei der Windkraft schon weit über dem Soll liegt: 2 Prozent seiner Fläche soll das Land für Windräder reservieren; in Undenheim liegt dieser Anteil nach den jetzigen Plänen bei über 20 Prozent.
Die geplanten Windräder werden Undenheim einkreisen. Damit ist die weitere Entwicklung unseres Ortes stark eingeschränkt. Da die Abstände zu den Anlagen festgeschrieben sind, ist der Raum für neue Wohngebiete minimiert. In der Folge gilt es nun, den Entwicklern genau auf die Finger zu schauen und darauf zu achten, dass im Betrieb die Grenzwerte bei Schall sowie Schattenwurf penibel eingehalten werden. Die SPD wird sich im Rat dafür einsetzen, alle rechtliche Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Belastung unserer Gemeinschaft so gering wie notwendig zu halten.
04.12.2024 in Ankündigungen
80. Todestag des Widerstandskämpfers Ludwig Schwamb
Am 23. Januar 2025 jährt sich der Todestag des Sozialdemokraten und Widerstandskämpfers Ludwig Schwamb zum achtzigsten Mal. Dies veranlasst den SPD-Ortsverein und den Heimat- und Kulturverein Undenheim, zu einem Vortrag über dessen Leben einzuladen. Ludwig Schwambs Urgroßneffe Lothar Schwamb wird dabei auch neue Erkenntnisse präsentieren.
Termin: 25. Januar 2025, um 16 Uhr in der Goldbach-Halle Undenheim.
08.05.2024 in Ortsverein
Stolpersteine Undenheim
Lina Baum, deportiert und ermordet. Irene Baum, deportiert und ermordet. Margot Baum, deportiert und ermordet. Julius Baum, deportiert und ermordet. Helena Göttelmann, ermordet am 28. November 1944, Christina Neder, ermordet am 15. Mai 1941.
Sechs Namen, ein Schicksal: von den Nazis ermordet. Alle sechs Menschen lebten in Undenheim. In der Staatsrat Schwamb-Straße, in der Storchengasse, am freien Platz. Doch die dörfliche Gemeinschaft der 1930er und 1940er Jahre schützte sie nicht vor Diskriminierung und Hass, vor Deportation und Verschleppung, nicht vor der Ermordung.

Daran erinnern sechs Stolpersteine in Undenheim. Christina Neder war 37 Jahre alt, als sie von den Nazis in die Heilanstalt Alzey eingewiesen wurde. Drei Jahre später wurde sie nach Hadamar gebracht. In der Tötungsanstalt wurde sie am 15. Mai 1941 ermordet. Zweieinhalb Jahre später musste dort auch Helena Göttelmann sterben - im Alter von 39. Beide Frauen hatten eine Krankheit. Für die Nazis Grund genug, sie deshalb - wie 200.000 andere Menschen auch - zu ermorden.
Margot Baum war 18 Jahre alt, als sie zusammen mit ihrer Schwester Irene, ihrem Vater Julius und ihrer Mutter Lina am 25. März 1942 verschleppt wurde. Mit einem Zug wurde die Familie gemeinsam mit mehr als 1.000 anderen Menschen jüdischen Glaubens von Mainz über Darmstadt nach Polen gebracht. Sie durften nur einen Koffer oder einen Rucksack mitnehmen. Um den Hals mussten sie sich ein Schild mit Namen, Geburtsdatum und ihrer Kenn-Nummer hängen.
Ziel der Deportation war das 1.300 Kilometer von Undenheim entfernte Ghetto Piaski bei Lublin. In dem Lager herrschten unmenschliche Zustände. Hunger, Krankheiten und Zwangsarbeit forderten viele Todesopfer. Die Menschen, die die Tortur überlebten, wurden später in Vernichtungslagern wie Majdanek und Sobibor ermordet.
Wann, wo und wie die Undenheimer Familie Baum von den Nazis ermordet wurde, ist nicht bekannt. Alle vier Namen stehen auf der Liste der ermordeten Juden, die vom internationalen Institut für Holocaust-Forschung Yad Vashem geführt wird. Insgesamt ermordeten die Nazis etwa sechs Millionen Menschen jüdischen Glaubens.

Geplant wurde der beispiellose Massenmord von führenden Nationalsozialisten und Staatsbeamten bei einer geheimen Besprechung am 20. Januar 1942 in einer Villa am Großen Wannsee in Berlin. Nicht weit von eben dieser Villa am Wannsee trafen sich im November 2023 Rechtsradikale und Nationalkonservative, um über die „Remigration“ von Menschen mit einer Migrationsbiografie zu sprechen. Dabei bedeutet „Remigration“ nichts anderes als Deportation.
Ein trauriger Grund mehr, sich an Lina Baum, Irene Baum, Margot Baum, Julius Baum, Helena Göttelmann und Christina Neder zu erinnern. Die SPD in Undenheim hat dies getan, indem sie die sechs Stolpersteine im Ort vom Schmutz befreit haben.
- [24.04.2024]
- Das SPD Team zur Kommunalwahl 2024.
- [23.04.2024]
- Am 9. Juni haben Sie die Chance, mitzuentscheiden!.
- [30.05.2023]
- Resolution der SPD Undenheim für eine faire Auslegung des Gaststättengesetzes.
- [25.01.2023]
- Bei Anruf Betrug.
- [17.03.2021]
- SPD Undenheim mit über 40 % in der Landesstimme.
Termine
Darunter finden Sie alle Gemeinderats- und Ausschusssitzungen
29. Dezember 2024, ab 16 Uhr
Adventshütte der SPD
Georg-Wiegand-Will Platz, Undenheim
25. Januar 2025, 16 Uhr
Vortrag zum Leben des Widerstandskämpfers Ludwig Schwamb
Goldbach-Halle Undenheim

